Der Gründer und Modu Chair

Kategorie: Über Modu Chair

Viele haben bereits gefragt: Wer steckt eigentlich hinter Modu Chair? Nun also hier im Blog die Antwort: Ich. Mein Name ist Philipp Strigel, ich habe Kulturwirtschaft in Passau studiert und dort meine Leidenschaft zu Möbeldesign entdeckt. Der Titel meiner Diplomarbeit lautete: “Space Age Design – Möbeldesign in den frühen Jahren der Raumfahrt”.

Als Bühnenbildner der Gruppe “die thaeter” hatte ich die Gelegenheit meine Vorstellungen in die Realität umzusetzen. Bei einem der Stühle war ich überrascht, wie einfach es sein kann aus ebenen Platten ein Stuhlgestell zu bauen. Schon damals war mir klar: Daraus lässt sich mehr machen!

In Berlin war 2010 dann die richtige Zeit gekommen: Ich nahm die Idee wieder auf und setzte mir das Ziel einen möglichst einfachen Stuhl zu entwerfen. Es sollten keine zusätzlichen Verbindungsteile benötigt werden, er sollte aus flachen Platten geschnitten werden, um eine industrielle Fertigung zu ermöglichen, und natürlich musste er bequem sein.

Bei der Überlegung, wie die Oberflächen des Stuhle auszusehen haben, ist mit aufgefallen, dass es keine Stühle gibt, die dafür gedacht sind, sie selbst zu gestalten. Somit war klar: das muss ein DIY-Möbelstück werden (Do-It-Yourself)!

Kleines Modu Chair Pappmodell

Zunächst baute ich ein kleines Pappmodell, um das Steckprinzip auszuprobieren. Für das Herausfinden der geeigneten Proportionen, setzte ich mich auf viele verschiedene Stühle und nahm von einem die Höhe, vom andern die Schräge der Rückenlehne usw.

Dann kamen die ersten Zeichnungen, die ich zur Vorlage des ersten Prototyps nutzte – im Hinterhof gesägt mit einer Stichsäge. Es kamen weitere Prototypen hinzu, die jedes Mal Verbesserungen beinhalteten: anderes Material, veränderte Formen, mehr Stabilität. Die Größte Herausforderung dabei war der Steckmechanismus.

Modu Chair Einzelteile Prototyp2

Der Weg zum fertigen Modu Chair, so wie er heute da steht, war ein recht langer. Ich experimentierte mit Wasserstrahlschnitt, Laserschnitt und klassischem CNC-Fräsen. Die Wasserstrahltechnik stellte die beste Lösung dar: Bei dieser innovativen Herstellungstechnik wird mit einem Druck von über 5000 bar das Holz zerschnitten!

Philipp auf einem Modu Chair in Berlin

Bei Namensfindung waren Bezeichnungen wie Steckstuhl, Steckling und Sitzling angedacht – diese Namen waren jedoch bereits vergeben. Dann kam mir die Idee: der Stuhl besteht doch aus Modulen! Dadurch entstand die abstrakte Abwandlung “Modu”.

Der Modu Chair stellt für mich den ersten Schritt dar, dem noch weitere folgen werden. Es wird weitere Produkte geben, wie z.B. einen Tisch und ganz bestimmt auch einen Kinderstuhl!